Verweigerung

Zunächst einmal solltest du dir folgende Frage stellen: Warum möchte ich verweigern ?

Am Ende eines Jahrgangs werden weniger als 25 % tatsächlich zum Wehrdienst einberufen !
Kriegsdienstverweigerer werden dabei besonders benachteiligt, denn Sie müssen nach einer Wehrdienstverweigerung den Zivildienst fast immer leisten - und der dauert zudem noch einen Monat länger ! Dabei lassen sich die meisten Zivildienststellen durch ordentliche Arbeitsplätze ersetzen.

Warum also sollte man dieses System auch noch fördern und seinen Dienst an der Waffe verweigern ? Ein KDV-Antrag bzw. die Kriegsdienstverweigerung kann daher heute eigentlich nur demjenigen empfohlen werden, der unbedingt Zivildienst machen möchte.

Wieso die Wehrpflicht überhaupt beibehalten ?

Zu Recht darf die Frage erlaubt sein auf welcher Grundlage Deine Freiheitsrechte eingeschränkt werden.
Wieso muss Deine Ausbildung und Lebensplanung hinter dem Dienst an der Waffe zurücktreten ?

Mehr als 10 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und einige Jahre nach der Ost-Erweiterung der NATO ist Deutschland ausschließlich von Freunden umgeben. Das klassische Bedrohungszenario ist entfallen. Wehrpflichtige spielen heute für die wesentlichen Aufgaben der Bundeswehr, gerade bei weltweiten Einsätzen, praktisch keine Rolle.

Es geht auch anders !

Der Blick nach Europa zeigt, dass es auch ohne Wehrpflicht geht - in fast allen Partnerländern ist sie ein Auslaufmodell. Die entstehende gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik geschieht ohne die allgemeine Dienstpflicht.

Die Realität in Deutschland sieht ja bekanntermassen aber leider noch anders aus: Es besteht die allgemeine Wehrpflicht und Deine einzigen Alternativen sind Zivildienst oder Ausmusterung.
Wenn du dich dafür entscheidest Zivldienst zu leisten, so findest du im Bereich KDV-Antrag alle nötigen Informationen zum Ablauf:  [hier klicken]