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Der LebenslaufIm Lebenslauf sollten außer den Daten des Ausbildungsganges auch die Ereignisse aufgeführt werden, die mit der Kriegsdienstverweigerung im Zusammenhang stehen, insbesondere die sogenannten Schlüsselerlebnisse, die Anstoß zur Verweigerung gaben. Das Kriegsdienstverweigerergesetz (KDVG) verlangt, daß dem Antrag ein "ausführlicher Lebenslauf" beigefügt wird. Dieser Lebenslauf sollte die wesentlichen persönlichen Daten, d. h. Angaben zum Geburtsdatum, zum Geburtsort, zu den Eltern, Geschwistern, zum schulischen und beruflichen Werdegang enthalten. Das Bundesamt für den Zivildienst teilt dem Antragsteller in einem ersten Schreiben hierzu mit: "Der Lebenslauf ist ausführlich, wenn er die wichtigsten Lebensdaten (wie etwa Geburtsdatum, Geburtsort, Schul- bzw. Berufsausbildung, Berufstätigkeit) ohne größere zeitliche Lücken enthält. Begebenheiten, die in einem Zusammenhang zu der Kriegsdienstverweigerung stehen könnten, sollen ebenfalls in den Lebenslauf aufgenommen werden." Man sollte den Lebenslauf so aufbauen, daß er die schriftliche Begründung der Kriegsdienstverweigerung sinnvoll ergänzt, denn die Begründung wird regelmäßig auch eine Erklärung zur Entstehungsgeschichte der KDV-Entscheidung enthalten. Hier gibt es Überschneidungen. Einige Beispiele: Will man später ausführen, daß wichtige Denkanstöße etwa durch die Mitarbeit in einer kirchlichen Jugendgruppe, einer schulischen Arbeitsgemeinschaft, einer Theatergruppe, durch ein besonders soziales oder politisches Engagement erfolgten, so kann man das bereits in den Lebenslauf einarbeiten. Man kann beispielsweise ausführen: "Etwa in der Zeit zwischen meinem 14. und 18. Lebensjahr habe ich mich in dem Jugendzentrum XY engagiert. wir waren dort eine Gruppe von zehn Gleichaltrigen und haben über die verschiedensten Fragen gesprochen, so auch über die Themen Gewalt und Krieg, Hunger in der Dritten Welt usw. Wir haben uns aber auch praktisch engagiert, indem wir für Kinder aus dem benachbarten Obdachlosenasyl Schularbeitenhilfe organisierten." Damit sei nicht gesagt, daß man besonders soziales Engagement nachweisen muß. Falls aber in der Entwicklungsgeschichte eines Kriegsdienstverweigerers bestimmte, prägende Phasen dieser oder anderer Art vorhanden sind, sollten sie auch erwähnt werden. |